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Maß-, Form und Lagegenauigkeit der Gegenstücke

Performance and operating conditionsBearing type and arrangementBearing sizeLubricationOperating temperature and speedBearing interfacesBearing executionSealing, mounting and dismounting

Die erforderliche Passung bestimmt die Maßgenauigkeit der Lagersitze. Die Anforderungen an die Laufgenauigkeit der Lagersitze ist auf die Genauigkeit der Lager abzustimmen (→ Lagerausführung). Die Laufgenauigkeit des Lagersitzes ergibt sich aus Gesamtrundlauftoleranz der Lagersitzfläche und der Gesamtplanlauftoleranz der Anlagefläche entsprechend DIN EN ISO 1101.
Für Lager mit Normaltoleranzen im allgemeinen Maschinenbau sollten die Lagersitze in der Regel nach folgenden Toleranzen bearbeitet werden:
  • Wellensitze mit Maßgenauigkeit entsprechend Grundtoleranz IT6 und Gesamtlaufgenauigkeit entsprechend Grundtoleranz IT5
  • Gehäusesitze mit Maßgenauigkeit entsprechend Grundtoleranz IT7 und Gesamtlaufgenauigkeit entsprechend Grundtoleranz IT6
Richtwerte für die Gesamtrundlauf- und planlaufgenauigkeit in Abhängigkeit von Toleranzklasse des Lagers sind in Tabelle 1 gelistet. Bei der Gesamtrundlauftoleranz entsprechend DIN EN ISO 1101 wird die Toleranzzone durch zwei koaxiale Zylindern begrenzt. Deshalb sind nur die halben Werte der jeweiligen Grundtoleranzen zulässig.

Wenn Lager mit Hilfe einer Spann- oder Abziehhülse befestigt werden, sind für den Hülsensitz größere Durchmessertoleranzen zulässig. Die Toleranzen für den Gesamtrundlauf sollten jedoch die gleichen sein wie für die Lager auf zylindrischem Sitz.

Die Zahlenwerte für die Grundtoleranzen nach DIN EN ISO 286-1 sind sind in Tabelle 2 angegeben.

Beispiel

Ein Rillenkugellager 6030 mit 150 mm Bohrungsdurchmesser soll in einem Elektromotor zum Einsatz kommen. Das Lager muss normale bis hohe Belastungen (0,05 C < P ≤ 0,1 C) aufnehmen und moderaten Anforderungen an Drehzahl und Genauigkeit genügen. Dies macht eine feste Passung auf der Welle und damit einen Wellendurchmesser von 150 m6Ⓔ erforderlich. Die Gesamtrundlauftoleranz muss somit innerhalb IT5/2 (aus Tabelle 2:  18/2 = 9 µm) liegen und die Gesamtplanlauftoleranz der Anlagefläche innerhalb IT5 (aus Tabelle 2: 18 µm).

Bild 1 zeigt die Toleranzzone für den Wellendurchmesser in grau und die Toleranzzone für den Gesamtrundlauf in blau. Die blaue Toleranzzone kann sich überall innerhalb der grauen Zone befinden, darf aber nicht breiter sein als 9 µm.

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